Daten werden als der wertvollste Rohstoff der aktuellen Zeit bezeichnet. Sie fallen überall an: Beim Surfen im Internet, bei der Benutzung unseres Smartphones von unterwegs und wenn wir im Supermarkt einkaufen. Doch wem gehören diese Daten eigentlich? Open Data fordert die freie Verfügbarkeit von Daten, um daraus neue Erkenntnisse und Produkte zu ermöglichen.


Wenn man morgens an der Bushaltestelle steht, findet sich dort öffentlich ein Fahrplan ausgehängt. Darauf kann jeder sehen, zu welchen Uhrzeiten der Bus fährt und an welchen Stationen der Bus hält. Daraus lassen sich für die Personen, die auf den Bus als Verkehrsmittel angewiesen sind, wertvolle Informationen ableiten. Nun gibt es jedoch wesentlich mehr Daten als diejenigen, die wir per se schon öffentlich einsehen können und bei denen wir das auch tun. Durch die Verknüpfung von statistischen Auswertungen aus der Vergangenheit und der Ableitung von Voraussagen in die Zukunft lassen sich aus Daten wertvolle Informationen erhalten. Hierzu ein kleines Beispiel:
Die Deutsche Bahn ist für Verspätungen bekannt. Dabei treten Verspätungen oft auf einer bestimmten Verbindung häufiger auf als auf einer anderen. Ein Pendler könnte beispielsweise wissen, dass der Zug, der um 17:05 abfährt jeden Tag ca 7 Minuten Verspätung hat, weil dies der vollste Zug ist und demnach das Ein- und Aussteigen an den vorhergehenden Stationen länger dauert und so der Fahrplan nicht mehr eingehalten werden kann. Deswegen plant der Pendler aus unserem Beispiel ein, entweder den Zug um 16:35 oder den Zug um 17:35 zu nehmen, da sie umsteigen muss und für diesen Umstieg nur 5 Minuten Zeit hat.
Dieses Wissen ist aber nicht frei verfügbar und für die Deutsche Bahn gibt es gute Gründe, dieses Wissen nicht zu veröffentlichen. Wenn aber nun die Informationen über die Verspätungen frei zugänglich sind – also als Open Data – veröffentlich werden, können motivierte Entwickler einen Umsteigen-Verspätungs-Emfpehlungs-Monitor bauen, der Menschen, die nicht regelmäßig auf der Strecke unterwegs sind die Information gibt, dass sie besser um 16:35 oder 17:35 fahren, statt um 17:05.
Durch Open Data wird die Kreativität aller und damit auch die Kapazität aller in Anspruch genommen, um technische Entwicklungen zu fördern, die der Allgemeinheit zu Gute kommen.
Einen tieferen Einblick in Open Data wird Matthew Fullerton im Rahmen seines Lightning Talks auf hack your school geben. Matthew kommt von der Open Knowledge Foundation, einer gemeinnützigen Organisation, die sich für freie Inhalte einsetzt.