„Anton, Anton, Anton, hast du ganz kurz Zeit für mich??“, endlich schaffe ich es, Anton,vom Projekt NewSchool3D, mit einem Hauch von schlechtem Gewissen, für einen Moment aus seinem Arbeitsfluss herauszureißen. 

 

NewSchool3D zielt nicht, wie viele der Projekte, die hier auf @hackyschool entstehen auf die Kommunikationsebene ab!
Das Projekt taucht direkt in den Schulalltag ein.
Mit dem, ins Hirn eingebrannten, Geruch von stinkenden, ausgestopften Tieren, aus den Biosälen der Schulen in der Nase, entsteht das Konzept für die Aktualisierung der Unterrichtsmaterialien.

 

Es gibt zwei verschiedene Arten, die im Prozess, die Schulen up to date zu bringen, behandelt werden sollen.
„Was bringt es mir, wenn vorne auf dem Lehrertisch ein verstaubtes, totes Eichhörnchen steht, anhand dessen mir das generelle Fressverhalten von Nagern erklärt werden soll?“, fragt sich Anton verärgert.
Der Gedanke, den Schülern den Unterricht durch Modelle zu veranschaulichen ist gut. Wenig hilfreich ist es jedoch, wenn die Unterichtsmaterialen veraltet sind, die Zähne der Modelle mittlerweile abgefallen und die Nierensteine leider seit März 2010 verschollen sind. Den Luchs braucht sowieso keiner, aber schön ihn im Lager zu haben.. Kann ja auch nicht schaden..

 

Deshalb wollen Anton Schaeffler und Benedikt Hirschberg, dass jede Schule über einen 3D Drucker verfügt. Dadurch könnte jeder Lehrer individuell das drucken, was für seinen Unterricht benötigt ist. Dazu könnte der Unterricht so gestaltet werden, dass die nicht nur mit den schon vorhandenen Produkten gearbeitet werden kann, sondern, dass auch innovative, neue Ideen der Lehrer, für Modelle unkompliziert verwirklichbar sind.

 

Außerdem arbeiten sie an einem Konzept, das durch Virtual Reality Brillen, und zwar die billigere, jedoch genauso funktionstüchtige Variante, die aus Pappe besteht und in Zusammenhang mit den Smartphones der Schüler, genutzt werden kann.
Sie wollen, dass jede Schule über bis zu 100 Modelle verfügt. Durch das Aufsetzen der Brillen wäre eine intensivere, logischere und offensichtlichere Veranschaulichung des Unterrichts möglich.
Beispielsweise könnten so  „Exkursionen“ in Museen gemacht werden, wo die Schüler Bilder und auch Statuen detailgetreu betrachten könnten.
Auch die Naturwissenschaften kommen im Konzept der beiden Jungs nicht zu kurz.
In Biologie wäre das Verstehen eines DNA Strangs vereinfacht, in Mathematik die Formenkenntnis.
Benedikt erklärt: „Durch die VR Brillen wäre es sogar tatsächlich einmal möglich, dass Versuche in Chemie oder Physik einmal klappen würden!“ Denn die Versuche könnten, vom Kultusministerium initiiert, im Voraus aufgenommen werden und dann im Unterricht verwendet werden. Der Satz ‚Sonst hat es aber immer geklappt, das ist jetzt aber komisch‘, wäre von nun an aus den Klassenzimmern verbannt.