Industrie 4.0, Silicon Valley, disruptive Digitalisierung: Seit Jahren werfen wir mit mehr und mehr Begriffen um uns, wenn wir darüber sprechen, was die Smartphones in unseren Hosentaschen und die WLAN-Hotspots im Coffee Shop damit machen, wie, wo und woran wir arbeiten. Da uns Bildung weiter vor allem aufs Berufsleben vorbereiten soll, ist es klar, dass das Thema auch auf hack your school eine Rolle spielt.

 

Apple, Google, Facebook und Co. sind (noch) nicht die größten Unternehmen der Welt sind, was Marktwert oder Umsatz betrifft. Trotzdem sind ihre Produkte ein unglaublich großer Teil unseres Lebens. Doch aus Kalifornien kommen nicht nur die Dienste an sich, sondern mit ihnen auch eine Welle von Arbeitsplätzen, die nicht mehr von Papier und Stift, stattdessen von Tastatur und Bildschirm geprägt sind. Unsere Autos möchten von selbst fahren, Amazon versucht den Supermarkt zu revolutionieren – und alleine wenn wir uns die ganzen Websites, Apps und Programme auf unseren Endgeräten anschauen, müsste uns eines eigentlich schon bewusst sein: Wir brauchen mehr Menschen, die programmieren können und bereit sind, ihr Wissen in diversen Branchen und Anwendungsbereichen einzubringen.

 

Die Consumer Electronics Show in Las Vegas ist gerade erst wieder vorübergegangen und auch hier wurde wieder sichtbar, dass zum Internet of Things nicht nur Nutzerinnen und Nutzer gehören, sondern auch Leute, die es zu dem machen, was es ist. Klar sind viele der Kühlschränke mit Displays und sprachgesteuerten LED-Lampen noch Gimmicks, dennoch drücken sie aus, dass die Touchscreens weder aus Privat- noch Berufsleben wegzudenken sind. Hinter ihnen stehen Entwickler*innen mit neuer Arbeitsphilosophie, oft nicht gerade wenig Geld auf dem Konto und verschiedensten Lebensläufen – und in den nächsten Jahren und Jahrzenten werden das mehr, nicht weniger. Natürlich ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, was wir von diesem Wandel halten. Genauso gehört in unsere Zeit aber auch die Frage, wie wir uns darin positionieren.

 

Auf hack your school bieten wir die Plattform, darüber zu diskutieren, ob in der Schule aktuell genug getan wird, dass wir uns nicht erst im Informatik-Studium adäquat mit Technik und IT auseinandersetzen. Nach dem Quali, der Mittleren Reife oder dem Abitur kann es und für sehr viele, auch von euch, wird es weitergehen mit einer weiteren Ausbildung im Bereich „irgendwas mit Computern“.

 

Wo es damit hingehen kann und wie man dorthin kommt, lässt sich mit Sicherheit nicht komplett sagen. Allerdings haben wir schon eine grobe Ahnung und sehen aus den letzten 5, 10, 20 Jahren durchaus spannende Entwicklungen. Am Samstag wird auf hack your school deshalb Wolfgang Tröscher, seines Zeichens Trainer IT bei der Siemens AG, darauf eingehen, welche beruflichen Perspektiven sich hier auftun: Wie viele Wege werden und können tatsächlich hinter die Tastatur und den Bildschirm, weg von Papier und Stift, führen?